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Oxidation und Reduktion |
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Oxidationszahl (OZ)
MC-Übung Aufstellen von Redoxgleichungen
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- "Anfängerchemie" - |
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In der Anfängerchemie lernt man, dass eine Vereinigung mit Sauerstoff (oder ein Entzug von Wasserstoff) eine Oxidation ist. Explosionen sind klassische Redoxreaktionen. Man nennt es auch eine Verbrennung. Magnesium verbrennt unter Lichtenergieabgabe zu Magnesiumoxid. |
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2 Mg + O2 ------> 2 MgO - DH |
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oder die Knallgasreaktion ... 2H2 + O2 ---> 2H2O - DH |
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| Reduktion nennt man den Entzug von Sauerstoff (oder die Vereinigung mit Wasserstoff). | |||
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CuO + H2 ----> Cu + H2O |
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| Kupferoxid wurde zum elementaren Kupfer "zurückgeführt", (reducere = zurückführen). | |||
| Es gibt aber auch Verbrennungsreaktionen, bei denen kein Sauerstoff beteiligt ist. So reagiert Eisenwolle heftig mit Chlor. Es verbrennt in einer Chlorathmosphäre. | |||
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2Fe + 3Cl2 ----> 2FeCl3 -DH |
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- Elektronenübergänge - |
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| Viele Reaktionen "umfassend" und
"modern" wird die Oxidation als ein Entzug von Elektronen definiert. Die Reduktion ist eine Aufnahme von Elektronen. Redoxreaktionen sind Elektronenübergänge! |
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Oxidation=Elektronenabgabe Reduktion=Elektronenaufnahme |
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Aber wo und wie soll man dies erkennen?
Betrachtet man z.B. die
Magnesiumoxidbildung
- eine Salzbildung! |
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M --->
Mm+ + me- |
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N + ne- ---> Nn- |
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| siehe Salze (zurück mit <zurück>) oder die einfache Animation (82KB.avi) zur Natriumoxidbildung | |||
| Die Magnesiumoxidbildung kann man nun so formulieren: | |||
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[absolut wichtiges
Grundwissen (GW)] |
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| I) Elektronenabgabe: Mg ----> Mg2+ + 2 e- | *2 Oxidation | |||
| II) Elektronenaufnahme: O2 + 4 e- ----> 2O2- Reduktion | |||
| Gesamtgleichung I) u. II) Beachte! | |||
| Ionenschreibweise: 2Mg + O2 ----> 2Mg2+ + 2O2- | |||
| Stoffgleichung: 2Mg + O2 ----> 2MgO - D H Redoxreaktion | |||
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Hier sind die Elektronenübergänge noch offensichtlich! Magnesium - das Reduktionsmittel
(Elektronendonator) - wurde oxidiert, und
Sauerstoff -
das Oxidationsmittel (Elektronenakzeptor) - wurde reduziert. Das Reduktionsmittel Mg und das nach der Oxidation entstandene Mg2+ Kation, das für die Rückreaktion (die Umkehrung) wieder ein Elektronenakzeptor (Oxidationsmittel) sein kann, bilden ein korrespondierendes Redoxpaar: |
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| Mg ----> Mg2+ + 2 e- | |||
| [ Red. ----> Ox. + e- ] | |||
| O2- ----> <O> + 2e- | |||
| Elektronenübergänge finden immer zwischen zwei korrespondierenden
Redoxpaaren statt. Der Sauerstoff übernimmt hier die Elektronen des Magnesiums. |
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| "Konzept" der Oxidationszahlen | |||
| Aber wo werden bei der Knallgasreaktionen ( 2H2 + O2 ---> 2H2O -DH ) Elektronen ausgetauscht? | |||
| Konzentrierte Schwefelsäure oxidiert in der Hitze Kohlenstoff zu Kohlenstoffdioxid und wird dabei zu Schwefeldioxid reduziert. | |||
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2H2SO4 + C ----> 2H2O + 2SO2 + CO2 |
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| Konzentrierte Salpetersäure oxidiert Kupfer unter Bildung von rotbraunem Stickstoffdioxidgas. | |||
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Cu + 4HNO3 ----> Cu(NO3)2 + 2NO2 + 2H2O |
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Wo sind hier Elektronenübergänge? |
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| Hier setzt man das "Konzept der Oxidationszahlen" unter Beachtung der Elektronegativitäten der Elemente ein, um den Redoxvorgang zu erkennen und eine Redoxgleichung entwickeln zu können. | |||
| An der einfachen Verbrennung von Wasserstoff lässt sich die Methode der Oxidationszahl (OZ), der Ladungszahl von fiktiven Ionen gut vorstellen: | |||
| Die Elektronegativität (EN), d.h.
die Fähigkeit eines
Elements, bindende Elektronenpaare an sich zu ziehen, ist eine Konkurrenz um
bindende Elektronen. Das elektronegativere Element "gewinnt"! Das
Endergebnis dieses Wettstreits lässt sich als Redoxreaktion darstellen, wenn man bereits
die Tendenz (Richtung) eines "Elektronenverlustes" beachtet. Betrachten wir unter diesen Annahmen die Wassersynthese. Dem elektronegativeren Element werden hierbei formal die bindenden Elektronen vollständig zugeordnet. |
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2 H : H + O :: O -----> 2 H :O: H |
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| Im H2- und O2 - Molekül sind die bindenden Elektronen natürlich gleichmäßig verteilt, denn gleiche Atome mit der gleichen Elektronegativität sind verbunden. Es liegt formal kein "Pseudo-Ion" vor (Niemand hat die Konkurrenz um Elektronen gewonnen!). Die Atome bleiben neutral und erhalten hier formal die Oxidationszahl (OZ) 0. |
Im Produkt Wasser dagegen "gewinnt" Sauerstoff (EN 3,5) die bindenden
Elektronen, und Wasserstoff (EN 2,1) verliert sein bindendes Elektron. Zur Festlegung der
Oxidationszahl betrachten wir nun das Molekül H-O-H als H+
O2- H+. Die Atome im Wassermolekül bilden Pseudo-, fiktive Ionen. Das Wasserstoffatom erhält nun im Wassermolekül die OZ +1, das Sauerstoffatom die OZ -2 ! Die Summe der Oxidationszahlen aller Atome im neutralen Molekül ist natürlich null. [(2 * +1) + -2 = 0] |
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Oxidationszahlen 0
0
+1 -2 |
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| Oxidation = Erhöhung der Oxidationszahl | Reduktion = Erniedrigung der Oxidationszahl | |||
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Wasserstoff (das Reduktionsmittel) der Elektronendonator
wurde somit oxidiert, und Sauerstoff (das Oxidationsmittel) der Elektronenakzeptor - wurde reduziert. |
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- Regeln zum Festlegen der Oxidationszahlen - |
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| Nach dieser "Elektronegativitätsmethode" wurden Regeln zum Festlegen der Oxidationszahlen aufgestellt: | |||
| 1. Elemente erhalten stets die OZ 0 (null). 0 0 0 0 H2 / Na / S / O2 etc. |
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| 2. In neutralen Molekülen ist die
Summe
der Oxidationszahlen gleich null. +1 -2 -3 +1 +1 -1 +4 -2 +1 -1 +2 -1 (Beachte: +2 und (2*-1)!) H2S / NH3 / HCl / CO2 / H2O2 / OF2 (hier ist F elektronegativer!) |
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| 3. Bei Ionen ist die Oxidationszahl gleich der Ladungszahl,
der Ionenwertigkeit. (z.B. Alkalimetallkationen stets +1 und Halogenidanionen -1 ) +2 +3 -1 Ca2+ / Fe3+ / Cl- etc. |
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| 4. Bei Molekülionen entspricht die
Summe
der Oxidationszahlen gleich der Ionenladung. +6 -2 +6 -2 -3 +1 +5 -2 +6 -2 +4 -2 Cr2O7]2- / CrO4]2- / NH4]+ / NO3]- / SO4]2- / CO3]2- etc. |
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| eine Animation (224KB.AVI) soll die Regel 4 am Beispiel des Dichromations verdeutlichen! | |||
| 5. Sauerstoff hat meistens die OZ -2 - aber in H2O2 -1 und OF2 +2 - Wasserstoff die OZ +1; aber in LiH -1. |
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diese
Regeln sind absolut
wichtiges Grundwissen. |
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| Betrachten
wir nun mit dem Konzept der OZ die
Stoffgleichungen zur oxidierenden Wirkung der Schwefelsäure: +1+6-2 0 +1 -2 +4-2 +4-2 2 H2SO4 + C ----> 2 H2O + 2 SO2 + CO2 Beim Schwefel wird die OZ verkleinert, er wird reduziert und ist das Oxidationsmittel, der (fiktive) Elektronenakzeptor. Kohlenstoff erreicht eine größere OZ, er wird oxidiert, ist das Reduktionsmittel und ist der (fiktive) Elektronendonator. Diese Reaktion ist nach der "neuen" Definition eindeutig eine Redoxreaktion! |
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...und nun zur Salpetersäure: 0 +1+5-2 +2 +5-2 +4-2 +1 -2 Cu + 4 HNO3 ----> Cu(NO3)2 + 2 NO2 + 2 H2O Der Stickstoff wird hier reduziert. Kupfer wird hier oxidiert. |
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| Wie stellt man aber solch komplizierte Redoxgleichungen auf? | |||
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- Formulieren von Redoxreaktionen
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Sehr wichtig. Es ist wie bei den Protolysen sinnvoll nur Teilchen zu formulieren, die tatsächlich an der Redoxreaktion beteiligt sind. Säuren und Salze werden vorab "zerlegt": |
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HNO3 in H+ und NO3]- |
K2Cr2O7 in 2 K+ und Cr2O7]2- |
NaCl in Na+ und Cl- |
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Nur Ionen, in denen sich die OZ ändert, werden für das Erstellen der Teilgleichungen beachtet! |
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Entwickeln wir nun die Oxidation von Kupfer durch konzentrierte Salpetersäure. |
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1. |
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2. |
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3. |
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4. |
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5. |
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6. |
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(1) Cu ----> Cu2+ + 2e- |
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| Die gleichen Schritte (1 bis 6) werden nun mit der Reduktion durchgeführt: | |||
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1. |
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2. |
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3. |
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4. |
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5. |
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6. |
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| (2) NO3- + e- + 2 H3O+ ----> NO2 + 3 H2O | |||
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Zum Einprägen der Schritte 1 bis 6---> Animation1 (163KB.avi) Animation2 (282KB.avi) |
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| Erstellen der Gesamtgleichung, Redoxreaktion aus (1) und (2): | |||
| (Ox.)
Cu ----> Cu2+
+
2e- (Red.) NO3- + e- + 2 H3O+ ----> NO2 + 3 H2O | * 2 __________________________Beachte (Redox.) Cu + 2 NO3- + 4 H3O+ ----> Cu2+ + 2 NO2 + 6 H2O |
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Wenn die "echten" Ionenladungen auf
der Eduktseite der Produktseite entsprechen (Ladungsvergleich!), |
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1. Wie oxidiert eine schwefelsaure,
wässrige Kaliumdichromatlösung Ethanol |
| 2. Wie verläuft die Oxidation von
Ethanal zu Ethansäure (CH3COOH) mit schwefelsaurer Kaliumdichromatlösung? Lösung mit >ZURÜCK< wieder zurück! |
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